Powersamen für die Gesundheit

Leinsamen werden bereits seit Jahren für ihre verdauungsfördernde Wirkung geschätzt. Doch die glatten, braunen Samen des Leins besitzen noch weitaus mehr Vorteile für unsere Gesundheit und Ernährung. So können sie bei korrekter Einnahme durch ihre zahlreichen Vitamine und Nährstoffe auch in vielen anderen Anwendungsbereichen hilfreich sein und bestimmten Erkrankungen vorbeugen.

 Was sind Leinsamen?

Bei Leinsamen handelt es um die gelbbräunlichen Samen der Flachspflanze, die unter der Bezeichnung „Gemeiner Lein“ in vielen Regionen vertreten ist und besonders zur Gewinnung von Öl und Fasern angebaut wird. Mit ihrer Geschichte, die bis ins Jahr 5000 v. Chr. zurückreicht, gehört Flachs zu einer der ältesten Kulturpflanzen weltweit. Während ihre Fasern damals überwiegend zu Textilstoffen weiterverarbeitet wurden, gewinnt heutzutage aufgrund der Ablösung durch synthetische Fasern ihre Funktion als Heilpflanze immer mehr an Bedeutung. Leinpflanzen werden circa einen Meter hoch und weisen einen senkrechten und teilweise verzweigten Stängel auf. Die Blätter zeichnen sich durch eine glatte Oberfläche und schmale Form aus. Ein weiteres Kennzeichen des Leins sind seine hellblauen Blüten sowie die runden Früchte der Pflanze, in welchen die wichtigen Leinsamen enthalten sind. Die Blütezeit des Leins umfasst den Zeitraum von Juni bis August.

 Inhaltsstoffe und Wirkung

Seine heilende Wirkungsweise verdankt der Lein den in der Frucht befindlichen Leinsamen. So weist die Samenschale der Leinsamen eine Vielzahl an Schleimstoffen auf, die wiederum aus den Zuckern Galactose, Xylose und Galacturonsäure bestehen. Darüber hinaus enthalten die Leinsamen neben einem Anteil an Ballaststoffen und Eiweiß von je 25% etwa 30 bis 45% Öl, das sich in erster Linie aus Linol-, Öl- und Linolensäure zusammensetzt. Dabei wird Linolensäure zu den als gesund geltenden Omega-3-Fettsäuren gezählt. Des Weiteren liefern Leinsamen Vitamin B1, B2, C sowie E und mit Zink, Eisen, Kalium, Magnesium, Phosphor und Kalzium ebenfalls eine Vielzahl an bedeutsamen Mineralstoffen.

Durch den hohen Anteil an bedeutsamen Inhaltsstoffen wird Leinsamen trotz ihrer geringen Größe von maximal sechs Millimeter eine hohe gesundheitsfördernde Wirkung zugeschrieben. Insbesondere das Vorkommen an Omega-3-Fettsäuren, der Lignanen und Ballaststoffe hat einen positiven Einfluss auf die Ernährung. Lingane stellen sogenannte Phytohormone dar, welche im menschlichen Körper als Botenstoff fungieren. Aufgrund ihres hohen Fettbestandteils können Leinsamen jedoch nicht nur innerlich, sondern auch äußerlich wirken.

 Leinsamen für eine gesunde Verdauung

Im Zusammenhang mit der inneren Wirkungsweise der Samen ist in erster Linie die Heilkraft des Leins bei Magen-Darm-Beschwerden erwähnenswert. So ist die Einnahme von Leinsamen bei Verstopfungen, Reizdarmbeschwerden oder anderen Schädigungen des Magen-Darm-Trakts durchaus förderlich. Bei Verstopfungen führen die enthaltenden Schleimstoffe der Leinsamem dazu, dass der Darminhalt reizfrei an den Wänden des Darms entlang gleiten kann. Dies geschieht durch das Aufquellen der Schleimstoffe im Darm, was wiederum zu einer Vergrößerung des Darminhalts führt und gleichzeitig die Verdauung anregt. Empfehlenswert ist dabei eine kombinierte Einnahme von ein bis zwei Esslöffeln Leinsamen und 150 ml Wasser, welche dreimal täglich stattfinden sollte. Auch als Divertikel bekannte Ausstülpungen der Darmwand lassen sich durch Leinsamen eindämmen, indem diese auftretende Symptome und Schmerzen reduzieren. Ebenso können Leinsamen bei Magenschleimhaut- und Darmentzündungen eingesetzt werden. Auf diesem Anwendungsgebiet können Leinsamen aufgrund ihrer Schleimstoffe bereits vorbeugend wirken, indem sie sich um die Schleimhäute des Magens und Darms legen und dadurch einen Hautschutz vor Reizungen ausbilden.

 Abnehmen mit Hilfe von Leinsamen

Auf unterschiedliche Art und Weise kann der Leinsamen in Sachen Ernährung auch beim Abnehmen helfen. Aufgrund seiner aufquellenden Wirkungsweise unterstützt Leinsamen nicht nur die Verdauung, sondern führt zudem durch die enthaltenden Ballaststoffe ein langandauerndes Sättigungsgefühl herbei und kann somit auf gesunde Art Diäten fördern. Sollte das erste Mal eine Diät durch die Zufuhr von Leinsamen unterstützt werden, ist eine schrittweise Etablierung der Heilpflanze in den Ernährungsplan empfehlenswert. So kann die Dosierung langsam von einem Teelöffel auf zwei Esslöffel pro Tag angehoben werden, um durch Leinsamen in Verbindung mit einer ausgewogenen Ernährung das Körpergewicht zu minimieren.

 Leinsamen zur Stärkung des Immunsystems

Durch den hohen Anteil an Omega-3 Fettsäuren stärken Leinsamen das Immunsystem eines Menschen und machen seinen Körper weniger anfällig für jegliche Erkrankungen. Gleichzeitig wird die körperliche Aktivität durch Leinsamen angetrieben, indem diese die Zellenergie verbessern. Abgesehen von seiner schmerzlindernden und vorbeugenden Wirkung bei einer Vielzahl von Erkrankungen sorgt Leinsamen auch für ein grundlegend besseres Körpergefühl. So steuern die Leinsamen zahlreiche Vitamine und Mineralstoffe bei, die Mangelerscheinungen eindämmen, den Stoffwechsel anregen und die Körperenergie steigern. Bei einer regelmäßigen Einnahme können Leinsamen aufgrund ihres Inhaltsstoffs Lingin zusätzlich zu einem Absenken des Cholesterinspiegels führen. Die enthaltenen Omega 3-Fettsäuren der Leinsamen beugen zudem Herz-Kreislauf-Erkrankungen vor. Darüber hinaus verbessert ein kontinuierlicher Verzehr an Leinsamen die Blutzuckerwerte, sodass das Risiko einer Diabeteserkrankung deutlich reduziert wird.

 Verbesserung des Hautbildes

Bezogen auf ihre äußerliche Wirkungsweise besitzen Leinsamen einen positiven Effekt auf das Hautbild des Menschen. Beispielsweise kann bei Akne oder verstärkter Pickelbildung der Verzehr von Leinsamen zu einem weicheren Hautbild führen. Dies gilt auch beim Vorliegen extrem trockener oder fettiger Haut. Wird die Einnahme der Samen durch die Anwendung von Leinsamen-Masken optimiert, kommt es darüber hinaus zu einer entzündungshemmenden Wirkung. Die Leinsamen führen hierbei zu einer besseren Aufnahme und Speicherung des Wassers durch die Haut. So normalisiert sich das Hautbild unter gleichzeitiger Verkleinerung der Hautporen.